Diesmal begaben sich die NABU-Waldkinder auf eine spannende Suche nach den Spuren von Spechten im Burgwald in Mücke Merlau.
Die Kinder fanden unter der Leitung von Olaf Kühnapfel Hunderte von Fichtenzapfen unter einer Rotbuche, was ein eindeutiges Zeichen für eine Spechtschmiede ist.
Dabei klemmt der Specht die Zapfen am Stamm der Buche ein und bearbeitet diese mit dem Schnabel, um an die Samen zu gelangen.
Viele Baumstümpfe waren vom Schwarzspecht bearbeitet, der hier nach Käferlarven gesucht hat. Bei genauer Betrachtung der Holzspäne konnte ein prächtiger goldglänzender Laufkäfer gefunden werden, den die Kinder staunend über ihre Hände laufen ließen, bevor er wieder in der Laubstreu verschwand.
Um die Spechte anzulocken, wurden Trommelgeräusche über eine Lautsprecherbox abgespielt; ebenso der Gesang des Schwarzspechtes. Die Kinder lauschten gespannt in den Wald, ob es eine Antwort geben wird. Nach mehreren Versuchen antwortete der Buntspecht mit seinem „Kicks-Ruf“ und ein paar Mal war auch das Trommelgeräusch zu vernehmen.
Wegen des windigen Wetters waren die Spechte aber nicht wirklich in Trommellaune. Also waren die Kinder aufgefordert, mit einem Ast an einem Baum zu trommeln. 13 trommelnde Kinder veranstalteten ein fantastisches Trommelkonzert. Es wurde dabei deutlich, dass Spechte viel schneller trommeln können und sich zum Trommeln Äste aussuchen, die besonders gut klingen; quasi ein Spechtinstrument.
Zum Abschluss der Exkursion konnten die Kinder etwa 20 Fotos sortieren. Welche Fotos zeigen die Nahrung der Spechte, vor wem müssen sich Spechte in Acht nehmen und welche Tiere ziehen als Nachmieter in die Spechthöhlen ein?
So konnte die Bedeutung des Spechtes im Lebensraum Wald sichtbar werden.
Text: Olaf Kühnapfel